Kraftort Großstadt
Die geomantische Qualität von Metropolen am Beispiel von München und New York
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Peter F. Strauss mit der Geomantie von Städten. In besonderer Weise setzt er sich mit modernen Metropolen auseinander. Seine Forschungen suchen Antwort auf die Frage, wie sich die spezifische Qualität des ursprünglichen Siedlungsortes in der Stadtgeschichte widerspiegelt. Der typische Charakter einer Stadt und sogar die Funktionen einzelner Stadtteile lassen sich mit den geomantischen Potentialen der überbauten Landschaft zur Deckung bringen.
Städte sind auf eine merkwürdige Art und Weise lebendige Wesen - über Jahrhunderte, manchmal auch Jahrtausende gewachsene Strukturen, welche die gesamte Geschichte des Ortes und Schicksale der Menschen in sich tragen. Insofern betrachte ich Städte als lebendige Organismen, die über bestimmte geistig-seelisch-ätherische Organe verfügen. Das Verständnis eines derart komplexen Wesens hat zwangsläufig subjektiven Charakter. Mit dieser Studie möchte ich daher keine endgültigen Aussagen machen, sondern neue Perspektiven eröffnen, die Rolle und die Bedeutung des Organismus "Stadt" einmal neu zu sehen.
München als Siedlungsplatz besteht vermutlich schon seit 400 v.Chr. Als Stadt wurde München von Heinrich dem Löwen gegründet, der hier Mitte des 12. Jahrhunderts seinen Herzogshof errichtete. Die Stadt blühte auf und wurde lebensfähig, als die dem Freisinger Bischof gehörende Brücke über die Isar bei Oberföhring zerstört und eine neue Brücke bei München gebaut wurde. Seitdem hat sich München zum wichtigsten Macht-, Handels- und Kulturzentrum Bayerns aufgeschwungen.
Das "Haupt" der Stadt
Auf einem der ältesten Stadtpläne von München aus dem 16. Jahrhundert erkennt man deutlich die Teilung in eine "linke" und eine "rechte" Hälfte. Die erste Stadtanlage mit dem Mauerring aus dem 12. Jahrhundert ähnelt zwei Lungenflügeln, die durch die Kaufingerstraße geteilt sind. Nach der Ausdehnung der Stadt im frühen 14. Jahrhundert unter Kaiser Ludwig dem Bayern ergibt sich hingegen ein neues Bild, das ich als Gehirn mit Ansätzen des Rückenmarks deute. Als ich den Plan 1988 zum erstenmal sah, kam mir diese Assoziation, denn München entwickelte sich ja tatsächlich im Laufe der Zeit zur "Haupt"-Stadt des Landes!
Um den vollständigen Artikel zu lesen, bitte melden Sie sich hier mit Ihren Daten an:
Sie sind bereits Abonnent?
Klicken Sie hier um Ihren kostenlosen Zugang zu aktivieren.
Sie sind kein Abonnent?
Abonnieren Sie hier.


