Experimentieren und sich wohlfühlen
Das Öko-Seminarhaus Oberhausen als geomantisches Erfahrungsfeld
Seminarhäuser, die schon bei ihrer Anlage als geomantisches Erfahrungsfeld konzipiert wurden, findet man nur selten. Der Architekt Wolf-Dieter Blank hatte die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Hans-Sachs-Kollegschule in Oberhausen einen solchen Ort zu schaffen. Er beschreibt die geomantischen und baubiologischen Aspekte des Projekts.

Selten können öffentliche Gebäude nach baubiologisch-ökologischen und geomantischen Kriterien erbaut werden. Die Chance hierfür bot ein Seminarhaus in Oberhausen, das auf dem Gelände der Städtischen Hans-Sachs-Kollegschule als ein von der EU gefördertes Projekt errichtet wurde. Das Besondere an diesem Projekt: Es wurde - in Zusammenarbeit mit einigen externen Fachleuten wie Architekten, Statiker und sonstige Berater - von den Schülern und Lehrern selbst erstellt.
Grundlagen des Entwurfs
Als Bauplatz des Gebäudes war der Schulhof vorgesehen, ein ehemaliges Zechengelände, das allerdings mit Überresten von Mauern, Betonfundamenten, Schutt und Asche aufgefüllt war. Das Haus wurde deshalb leicht erhöht nur auf Streifenfundamenten als Holzfachwerk-Ständerhaus errichtet. Die Streifenfundamente wurden in ihren Zwischenräumen mit speziellem Schotter aus Kalkgestein ausgefüllt, um den Boden, dessen vorangehende radiästhetische Untersuchung starke Störfelder erbrachte, möglichst zu "homogenisieren". Als Standort wurde ein Platz zwischen drei vorhandenen Bäumen gewählt, der energetisch das positive Feld zwischen den Bäumen nutzte. Der Baukörper wurde in seiner Gestalt so angepasst, dass sich das Gebäude harmonisch in die vorhandene Situation einfügt. Den Hintergrund und Rahmen bildet dabei das bestehende Schulgebäude in ausreichendem Abstand, das in seiner streng viereckigen Form von ausschließlich geraden Linien und Kanten dominiert wird.
Das neue Gebäude sollte deshalb mit seinen fließenden Formen und Gewölben einen Gegenpol zu dem alten Schulbau schaffen und geistig-seelische Qualitäten wie Wohlbefinden, Harmonie, Öffnung zum Kosmos, Integration in die Natur erzeugen, darüber hinaus aber auch ein Beispiel für den Einsatz baubiologischer Materialien und Konstruktionen sowie modernster Bauökologie in der Haustechnik geben. Eine Reihe von integrierten Messsonden in Dach und Wand machen bauphysikalische Werte für Forschung und Schulungszwecke ablesbar. Das Gebäude setzt ein Beispiel für eine ganzheitlich orientierte Architektur, die den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Vordergrund stellt und über die Integration der Gesetze von Raum-Form und Maß eine lebensfördernde positive Wirkung im Umfeld der Schule und dem gegenüberliegenden Einkaufszentrum erzeugt.
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